LEISTUNGEN

STOCKHOLM3-TEST: GENETISCHES PROSTATAKREBS-SCREENING

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STOCKHOLM3-TEST: GENETISCHES PROSTATAKREBS-SCREENING

STOCKHOLM3-TEST: Genetisches Prostatakrebs -Screening

Das Urologie Zentrum Landshut bietet neu als eines von 5 Zentren in Deutschland den innovativen genetischen Bluttest Stockholm-3 an, der verschiedene Biomarker für Prostatakrebs zur verbesserten Früherkennung nutzt.

Prostatakrebs ist mit etwa 66.000 Neuerkrankungen im Jahr 2020 in Deutschland die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern. Jährlich versterben rund 15.000 Patienten daran. Neben dem fortgeschrittenen Alter zählen genetische Veranlagung und Ernährung zu den wichtigsten Risikofaktoren.

Der Früherkennung kommt auch beim Prostatakrebs eine maßgebliche Bedeutung zu. Aktuell können Männer ab 45 Jahren im Rahmen der gesetzlichen Früherkennung jährlich eine digital-rektale Untersuchung in Anspruch nehmen. Zudem werden der PSA-Test, der den Wert des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut misst und die transrektale Prostatasonographie angebotenn. Beide Untersuchungen sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Früherkennung.

Der Stockholm3-Test ergänzt zusätzlich zu diesen Untersuchungen die Prostatakrebsfrüherkennung.

Der in Schweden entwickelte Test wurde in klinischen Studien mit Daten von mehr als 75.000 Männern validiert und befindet sich seit 2017 in der klinischen Anwendung, zunächst in Schweden und Norwegen und mittlerweile auch in einigen anderen europäischen Ländern.

Seit 2023 ist der Test als Biomarker-Test in den Leitlinien der American Association of Urology (AUA) aufgeführt.

Der Stockholm3-Test konnte in Studien den aggressiven Prostatakrebs auch bei einem niedrigen PSA-Wert erkennen und somit die Anzahl an unnötigen Prostatabiopsien um 50 % senken (1-6).

Wie funktioniert der Stockholm3-Test?

Über eine einfache Blutentnahme werden bei dem im UZL eingesetzten Stockholm3-Test neben dem PSA-Wert weitere Proteinmarker, bis zu 100 genetische Marker und klinische Daten (Alter, familiäre Vorbelastung für Prostatakrebs, vorangegangene Biopsien, Einnahme von 5-Alpha-Reduktasehemmern) in einem Algorithmus zur Erkennung von aggressivem Prostatakrebs im Frühstadium verrechnet.

Das Testergebnis besteht aus einem Risiko-Score (hohes, normales oder niedriges Risiko) für Prostatakrebs und einer Empfehlung zur weiteren Behandlung.

Wie funktioniert der Stockholm3-Test?

Der Test eignet sich für Männer zwischen 45 – 75 Jahren, die noch keinen Prostatakrebs hatten und deren PSA-Wert über 1.5 ng/ml liegt.

Stockholm-3-Test:

Bei Interesse an der Durchführung eines Stockholm-3 Tests vereinbaren sie bitte einen Beratungstermin im Rahmen unserer Sprechstunde.

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Literatur:

1 Grönberg, H. et al. (2015): Prostate cancer screening in men aged 50 to 69 years (STHLM3): Aprospective population-based diagnostic study. Lancet Oncol.; 16:1667-76.

2 Eklund, M. et al. (2016): The Stockholm-3 (STHLM3) Model can lmprove Prostate Cancer Diagnostics in Men Aged 50-69 yr Compared with Current Prostate Cancer Testing. Eur Urol Focus; Epub.

3 Bergman, M. et al. (2018): Strukturerat om-hän¬dertagande för män som önskar prostatacancer¬testning erfarenheter trän Prostatacancercentrum, Läkartidningen.

4 Viste, E. et al. (2020): Effects of replacing PSA with Stockholm3 for diagnosis of clinically significant pro¬state cancer in a healthcare system – the Stavanger experience. Scand J Prim Health Care; 38:315-3

5 Nordström, T. et al. (2021 ): Prostate cancer scree¬ning using a combination of risk-prediction, MRI, and targeted prostate biopsies (STHLM3-MRI):
a prospective, population-based, randomised, open-label, non-inferiority trial. Lancet Oncol.;
22:1240:1249.

6 Waiden, M. et al. (2022): A Head-to-head Comparison of Prostate Cancer Diagnostic Strategies Using the Stockholm3 Test, Magnetic Resonance lmaging, and Swedish National Guidelines: Results from a Prospective Population-based Screening Study.
Eur Urol Open Sei.; 38:32-39.